Als
mich das Mail mit der Anfrage erreichte, ob wir ein Drachenbauprojekt für
die Kinder organisieren können, brauchte ich nicht lange zu überlegen.
Das Antwortmail ging sogleich mit meiner Telfonnummer auf den Weg. Einen
Tag später hatte ich nun die Praktikantin Judith an der Strippe,
die diese Anfrage gestartet hatte. Wir verabredeten uns auf den kommenden
Montag zum Gespräch.
Pünktlich 13:00 Uhr traf ich mit einigen
Drachen, die ich vor hatte mit den Kindern zu bauen im Schülerladen
ein.
Kurze Besprechung ( alles
supernette Leute ! ) und wir waren uns schnell einig, dass ich
dieses Projekt mit den Kindern machen sollte. Für mich hieß
das ganz schnell Material bestellen und alles vorbereiten, denn der erste
Projekttag war für den kommenden Freitag geplant. Da wir schon mit
der Zeit ein wenig knapp waren, sollten die Drachen bis spätestens
Ende November noch fertig sein.
Tag
1: 5.11.2004 |
Kurz
nach 15:00 Uhr traf ich voller Erwartung am Schülerladen in Friedrichshain
ein. Nachdem ich alle begrüßt hatte, bezog ich den Bastelraum
und baute die Muster für die zu bauenden Drachen auf. Die ersten Kinder
bestaunten dann recht schnell die aufgebauten Drachen. Gegen 15:30 Uhr
fanden sich nun die ersten Kandidaten zum Workshop bei mir ein. Eine kleine
Gruppe von 6 Mädchen, wie ich erstaunt festsellen konnte.
Wir machten uns auch gleich an den Zuschnitt
der Drachen. Es soll ein Genki und ein Rokkakau in diesem Projekt gebaut
werden.
Schnell verließ einige der Mädchen
die nötige Ausdauer an der Arbeit und sie beschäftigten
sich nebenan mit Päckchen packen, die für einen guten Zweck nach
Afrika geschickt werden sollen.
Lobend möchte ich hierbei Nadine
und Lula erwähnen, die mit der nötigen
Ausdauer und Interesse mit mir gemeinsam dieses Tageswerk vollendeten.
Tag
2: 12.11.2004 |
Als
ich im Schülerladen eintraf, wurde ich sofort von Nadine begrüßt
und wir gingen sogleich in unseren Bastelraum. Leider hatte sich noch keiner
Gedanken über die Aplikation gemacht. Diese Aufgabe hatte ich ihnen
für die Woche gestellt, aber nun war guter Rat teuer. Wir besprachen
die Sache zu zweit und machten uns darüber gedanken was wir als Muster
auf den Drachen nähen können.
Langsam füllte sich der Raum und alle wollten
ihre Ideen zu Papier bringen. Die Entscheidung fiel nun auf das Muster,
welches wir uns beide zu Anfang ausgedacht hatten.
Zwischenzeitlich war die Mutter von Nadine bei
uns eingetroffen, um mal zu schauen, was wir so machen.
Die auch wiederum ihren Mann dazu holte, da
er auch Drachenflieger ist. Gemeinsam bereiteten wir nun die Aplikation
zum Aufnähen vor. Ich war sehr erstaunt, wie viele der anwesenden
Kinder schon mal Kontakt mit einer Nähmachine hatten. Nun war
ein Nähtest an der Reihe und alle durften ihr Können unter Beweis
stellen.
Nachdem die Tests abgeschlossen waren, konnten
wir mit dem Aufnähen der Aplikation beginnen.
Tag
3: 19.11.2004 |
Wie
immer traf ich pünktlich im Schülerladen ein, und zu meiner Überraschung
waren nur sehr wenige Kinder da.
Auch meine Drachenbaugruppe war noch nicht
da und so konnte ich noch mit Judith und Nicole einen Kaffee trinken. Kurz
nach 15:30 Uhr füllte sich dann der Schülerladen und Nadine mit
ihren Eltern traf auch ein. Nun fanden sich noch einige Freiwillige, die
auch helfen sollten und wir konnten beginnen. Oliver war heute unser Mann
an der Nähmaschine, der dieses auch super machte. Unsere Aplikation
nahm nun langsam Gestalt an und allen machte es viel Freude, zu sehen,
wie aus ein paar Stücken Stoff langsam ein professioneller Drachen
wird.
Tag
4: 26.11.2004 |
Heute
war nun der letzte Tag unseres Workshops und der Drachen sollte auch fertig
werden. Nur Nadine war gekommen um mitzumachen - Laura gesellte sich auch
ein wenig zu uns, aber mit nicht so richtiger Ausdauer.
Ich hatte zu Hause schon das Gestänge
vorbereitet, so dass die uns zur Verfügung stehende Zeit für
die Fertigstellung des Drachens ausreichend war.
Mit der Leitung ( Nicole und Norbert ) hatte
ich vereinbart, dass der Genki das Logo des Schülerladens tragen sollte.
Da keines der Kinder in der Lage gewesen währe dieses aufzunähen,
hatte ich das übernommen und in der Woche die Nähmaschine heißlaufen
lassen.
Alle die mich kennen, wissen, was das bedeutet,
( der Aplikator hat wieder zugeschlagen ) .
Zwar ist der Drachen noch nicht ganz fertig,
aber ich konnte ihn schon Nicole, Norbert und Judith zeigen. Anfang Januar,
werde ich ihn dann wohl seinen Besitzern fertig übergeben können.
nun
ist er fertig
v.L.
Laura, Nadine, Judith
Judith
hatte die Idee zum Workshop,
Nadine
war immer aktiv dabei
und ich
hab ihnen gezeigt, wie es geht.
auch
der Drachen braucht ein Zuhause !
Nadine
näht ihm eine schöne Tüte.
Wir haben nun verabredet,
dass wir uns nochmal
zu einem gemeinsamen
Drachenfliegen
(Jungfernflüge
der beiden Drachen )
treffen werden, allerdings
wenn es ein wenig
wärmer draußen
ist
Ein Wort zum Workshop:
Es hat sehr viel
Spaß gemacht, mit den Jugendlichen Drachen zu bauen. Wenn auch nicht
immer die Teilnahme am Bauen so riesig war, aber ein Dank an alle,
die mit Eifer mitgemacht und durchgehalten haben.
Einen Dank auch an die
Eltern, die dieses Projekt unterstützt haben !
Mein persönlicher
Dank geht an Nicole, Norbert und Judith, die mich ganz toll bei sich aufgenommen
haben.

Ps: Dieser Bericht
ist noch nicht abgeschlossen, er wird noch weitergeführt mit dem gemeinsamen
Fliegen der Drachen.
Aber erst, wenn es 2005 wärmer draußen
ist !
aus
dem Jahr 2009
Leider schreiben wir nun schon das Jahr 2009
und wir alle, die an diesem Workshop beteiligt waren, haben viel Zeit und
viel Arbeit in dieses Projekt investiert.
Es ist sehr schade, dass ein gemeinsames Fliegen
(wie verabredet) der Projektdrachen mit unserer
Gruppe nie stattgefunden hat. Wir hätten uns sehr darüber gefreut,
diese schönen Drachen, die von den Jugendlichen gebaut wurden, auch
mal am Himmel bewundern zu dürfen!
Fazit: Es war
halt scheinbar nur ein Beschäftigungs- Projekt für die Jugendlichen!
Denen dann die Freude und der Spaß am
Drachenfliegen nicht näher gebracht werden konnte.
Schade!
RT
© Rainer
Timm
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