Begangen wurde dieses festliche
Ereignis vom 14. bis 16 . Oktober 2005 in Verbindung mit einem Tag der
offenen Tür.
Was macht das Observatorium so interessant
für uns Drachenbegeisterte ?
Die Frage lässt sich insofern
leicht beantworten, da an diesem Ort meteorologische Daten auch mit Hilfe
von Drachen ermittelt wurden.
Der Höhenweltrekord von 9740
m, am 01.08.1919, für einen Drachenaufstieg mit einem Gespann aus
mehreren Schirmdrachen wurde bis heute noch nicht gebrochen.
Daher war es ein Muss für mich
den Tag der offenen Tür für eine Besichtigung zu nutzen. Am Samstag,
den 15. 0ktober ging es dann los. Von Berlin ist Lindenberg in gut einer
Stunde zu erreichen. Das Wetter war ausgezeichnet: Sonne, klarer Himmel
und angenehme Temperaturen.
Als ich eintraf, waren bereits etliche
weitere Besucher auf die gleiche Idee gekommen. Zahlreiche bekannte Gesichter
der Drachenszene aus dem In- und Ausland waren bereits dort
und belagerten das Gelände.
Es wurden originale historische Drachen
und Drachennachbauten in der so genannten Ballonhalle gezeigt. Unter anderem
auch ein monströser Grund- Regulierdrachen mit Originalgestänge
und neuer Bespannung, gebaut von Werner Schmidt (Mitautor des Buches
„Drachen mit Geschichte“). Werner bot auch Führungen an und war gern
bereit auf Fragen zu antworten. Die angereisten Drachenfreunde trugen ihrerseits
ebenfalls mit zahlreichen Nachbauten von historischen Drachen und deren
Präsentation für ein gelungenes Jubiläum bei.
Als markantes Gebäude auf dem
Gelände ist das restaurierte Windenhaus zu nennen. Auf einem Hügel
gelegen, gibt es dem Betrachter einen Einblick in die Zeit der damaligen
Drachenaufstiege. Zahlreiche Winden, Umlenkrollen und große mit etlichen
Kilometern Draht bestückten Trommeln zeugen noch heute von den mehrmals
am Tag durchgeführten Drachenaufstiegen.
Dieser Tag bot leider keine
Möglichkeit einen Drachen an den Himmel zu stellen. Die Luftdruckgegensätze
waren nicht vorhanden, sprich es gab keinen Wind, schade, aber nicht zu
ändern. So musste das Windenhaus als Kulisse für zahlreiche Drachenaufnahmen
am Boden herhalten.
Das Observatorium bot auch einen
Einblick in die moderne Erfassung von meteorologischen Daten und zeigt,
dass Lindenberg auch heute noch einen wichtigen Platz in der Meteorologie
einnimmt. Wer mehr über die Arbeit des Observatoriums wissen möchte,
dem sei die Internetadresse des Deutschen Wetterdienstes empfohlen: www.dwd.de
Der Tag war gelungen, obwohl ich
mit einer schweren Erkältung zu kämpfen hatte und so konnte ich
leider nicht an einem gelungenen ( so wurde mir berichtet) Vortragsabend
der Drachenfreunde im benachbarten Herzberg teilnehmen.
R.K.
© Rainer
Klupsch
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