Aller
Anfang ......
Nach einer langen Vorlaufzeit
haben wir es endlich geschafft, uns zu einer kleinen vorweihnachtlichen
Drachenbastelei am ersten Advent zu treffen.
Wir, das sind Guido, der alte
Drachenbaucrack, Ronny, mit der Erfahrung eines gebauten Drachens und einer
Nigelnagelneuen Nähmaschine und ich, Matthias, von nichts eine
Ahnung was da heut auf mich zukommt und einer Nähmaschine, die schon
genäht hat, als an mich noch nicht einmal zu denken war.
Dementsprechend wurde das
Schmuckstück auch erst einmal genau unter die Lupe genommen. Kommentar
von Guido: Das könnte noch interessant werden. 
Unser Motto der Bastelei: Wenn
es dies Jahr nicht mehr schneien soll, bauen wir uns unsere Schneeflocken
selbst.
Da ich bisher noch nicht genäht
hatte, musste ich noch einmal einen kurzen Blick in die Bedienungsanleitung
werfen, um die letzen Handgriffe vor dem Nähen ausführen zu können.
Unterfaden aufspulen, Faden
einfädeln, Nadel einsetzen, Spulenkapsel einsetzen, na ja, Ihr wisst
ja was da alles so zu tun ist. Ihr habt das ja schon tausendmal gemacht
und könnt das alles im Schlaf. Für mich ist das noch alles ziemlich
spannend.
Dann, wo alles erledigt war,
die Spannung stieg zwischenzeitlich ins unermessliche, gab mir Guido erst
einmal einen Stoffrest zum üben. Ich legte ihn auf die Nähfläche,
holte den Nähfuß herunter und stach die Nadel ein bisschen in
den Stoff ein. Erhöhte langsam den Druck meines Fußes aufs Pedal,
ein leises Summen erklang und ...... ein breites grinsen tat sich bei mir
auf. Ober- und Unterfaden waren in der richtiger Spannung. Naht war gerade.
Wenn das alles ist, na dann man los. Toll !!!! Ich konnte nähen,
als wenn ich noch nie was anderes gemacht habe. Denkste !? ..........
So, jetzt konnten wir anfangen
uns mit dem Stoff zu beschäftigen. „Schaut mal sieht der nicht toll
aus. In sich übergehende Farben.“ .....
......“ Äh Guido, sieht
man bei diesem Drachen das Tuch eigentlich von beiden Seiten ?“ Guido:
„Ja !!!“
Panne
1. Dieses Tuch war nur bedruckt. Wie Ihr wisst sieht eine Seite
gut aus die andere nicht. „Guido hättest Du vielleicht ein paar Reste
für mich?“
Also holte Guido ein paar
Reste raus und nun erst mal schauen welche Farben passen und ob sie zudem
auch groß genug sind.
Nachdem dies erledigt war,
ging es daran das Tuch zu recht zu schneiden. Wir hatten noch kurz über
die verschiedenen Möglichkeiten des Schneidens diskutiert: Schere
Cutter oder heiße Nadel. Aber heute wollte Guido erst mal, dass wir
lernen mit der Stoffschere umzugehen. Ausmessen, Linien aufzeichnen, Schere
ansetzen und los. Guido sagt dass so einfach: Aber gerade sieht das nicht
aus. Bei mir zumindest. Als ich mit den drei Großen Quadraten fertig
war, war Ronny bereits mit allen 15 fertig. Wie heißt es so schön:
Übung macht den Meister.
Um die Lehrlinge bei Laune
zu halten gab es erst mal eine kleine Stärkung:
Was Ronny auch nutzte, denn
er war ja bereits schon fertig, während ich noch schnitt.
„Ach, brauch ich nicht, hab
keine Zeit, bin beschäftigt“ (Der Tee war zwischenzeitlich auch schon
kalt.) „Bin doch nicht zum Essen und trinken hier. Will endlich nähen.“
Der Große Augenblick
war gekommen, jetzt ging es ans nähen.
Guido aber sagte: „So jetzt
erst mal die Saumkante einzeichnen“ „Wie, schon wieder zeichnen. Ich will
nähen!!!!!!!!!!!!!“
Endlich geschafft.
Jetzt war es soweit. Die erste
Saumnaht, die Zweite, die Dritte. Ab hier hab ich Guido verboten Fotos
zu machen.
„ Holt mich hier raus. Ich
will nicht mehr.“ ........von wegen als wenn ich noch nie was anderes gemacht
hätte. Meine Maschine machte was sie wollte nur keine geraden Nähte.
Jetzt hatte Guido das bereite
Grinsen im Gesicht. „Üben, üben, üben.......“
Die drei großen Quadrate
waren geschafft. Nun zum nächsten Schritt:
Nudeln essen.
Guido kann nicht nur Drachen
bauen, nein er kann auch kochen. Diesmal konnte ich mich der leckeren Speise
nicht erwehren und genoss die kleine Stärkung oder sollte ich besser
sagen: „der Nervennahrung“.
Der nächste Schritt: Jetzt
wurden die drei großen Quadrate übereinander gelegt und mit
Stecknadeln fixiert. Nur noch die Stabtaschen in der Mitte aufzeichnen
und dann darf wieder genäht werden. Plötzlich viel Guido ein:
„Halt Stop !!! Es müssen noch Schlaufen am mittleren Quadrat
angenäht werden. Zum Glück war ich noch nicht so weit und konnte
die Schlaufen noch annähen.
Aber warum war ich noch nicht
so weit. Nach dem Essen hatte ich mich ein wenig mit meiner Nähmaschine
beschäftigt und an einem Einstellknopf gedreht.
Panne 2. Danach war der Unterfaden
nicht mehr in der richtigen Spannung. Na toll. Also, Bedienungsanleitung
heraus geholt, nachgelesen und Problem behoben. Sogar noch eine andere
Einstellung verändert, sodass das Nähen jetzt leichter von der
Hand ging. So langsam werde ich warm mit meiner Maschine.
Jetzt kam die Naht für
die Stabtasche dran. Die gelang mir richtig gut. Schön gerade, genügend
Abstand zwischen beiden Nähten.
Und ?
Panne 3
Hab ich doch glatt die Öffnung
zugenäht. Jetzt konnte ich wenigstens noch den Nahtrenner ausprobieren
und die Arbeit richtig vollenden. Zumindest für heute.
Denn das war es fürs
erste. Der Tag war vorüber. Die Lehrlinge glücklich, aber
geschafft.
Und Guido denke ich auch.
Den Rest der Schneeflocke
werde ich zu Hause in Eigenarbeit vollenden. Ob sie jemals fliegen wird,
ich glaub noch nicht so recht dran, denn es gibt noch eine „
Panne 4“. Die Stäbe.
Ich war so schlau und hab
mir die Stäbe vom Drachenladen zurecht sägen lassen. Ich hak
es unter Lehrgeld ab. Einer kürzer als der Andere. Na dann viel Spaß.
................................ist schwer.
Resümee: Ich hätte
nicht gedacht, trotz aller Schwierigkeiten, dass mir das Drachenbauen so
viel Spaß macht. Drum freue ich mich schon darauf, wenn mal wieder
ein
Workshop geplant ist und wir alle zusammen einen neuen Drachen basteln
können.
Bis dahin werde ich fleißig üben, üben, üben und nochmals
üben.
© Guido
Juchacz